Ist es ein besonderes Gefühl als Berner Band das Gurtenfestival eröffnen zu dürfen? Für jede Berner Band ist es ein besonderes Gefühl überhaupt auf dem Gurten spielen zu dürfen. Vor 2 Jahren haben wir in der Eaststage gespielt und es war schon etwas ganz Besonderes … und diesmal auf der Hauptbühne spielen zu dürfen, ist natürlich eine grosse Ehre.
War es schwierig als erste Band Stimmung machen zu müssen? Nein überhaupt nicht. Zu Beginn haben wir das auch gedacht, aber wir wurden positiv überrascht. Vor uns wurde das Tor zugemacht und wir wussten gar nicht wie viele Leute draussen stehen. Dann hiess es: „So jetzt könnt ihr raus“ – und da standen mehr Leute als wir gedacht hatten.
Mit „Keep My Fire Burning“ ist euch der grosse Durchbruch gelungen – habt ihr damit gerechnet? Nein, wenn man ein Lied schreibt, denkt man nicht an den Erfolg, den es haben könnte. Man schreibt, weil es einem gefällt. Auch wenn man es spielt, geht es in erster Linie darum, den Menschen damit eine Freude zu machen, selbst Freude daran zu haben und nicht darum wie viel Erfolg man haben könnte. Wir geniessen unsere Auftritte auf den grösseren Bühnen, aber wir würden auch wieder in Clubs und an kleineren Konzerten spielen, wenn es sein müsste.
Seit ihr vom Erfolg überrascht worden? Wie geht ihr damit um? Der Erfolg kam nicht von heute auf morgen. Unsere Band gibt es nun seit 4 Jahren und zu Beginn spielten wir in kleinen Clubs. Wir investieren auch viel Zeit um vorwärts zu kommen. Wir proben zweimal pro Woche und stehen jedes Wochenende ein- oder zweimal auf einer Konzertbühne.
Wie habt ihr euch als Band gefunden? Über ein Casting oder war es eine Idee unter Freunden? Anfangs waren Res und ich. Wir wollten zusammen eine Band gründen mit Leuten, die wirklich mit Herz bei der Sache sind. Es war zu Gründungszeiten ein kurzes Kommen und Gehen, aber wir haben ziemlich bald in der jetzigen Besetzung mit 9 Leuten zusammengefunden.
Ihr habt eine recht spezielle Art von Musik, sprich viele Richtungen gemischt – wie ist es dazu gekommen? Wir sind eine Menge Leute und jeder hat so seine eigenen Vorlieben … Aber grundsätzlich wollen wir dem Ska mit seinen Richtungen treu bleiben.
Ihr komponiert eure Songs selbst – habt ihr eine Aufteilung wer was macht? Wir haben einige, die den Sound komponieren, vor allem Res. Die Texte schreibe ich meistens selbst. Da es einfacher ist eigene Texte zu singen als solche von anderen. Man kann sich besser in den Song einfühlen.
Habt ihr ein musikalisches Vorbild? Wir hatten uns gesagt, wenn wir einmal mit Lester "Ska" Sterling von den Skatalites auf der Bühne stehen dürfen, hören wir auf. Das war dann schon an unserer ersten Plattentaufe der Fall und wir dachten „Hmm, wäre doch etwas schade schon aufzuhören“ Es ist sicher für jeden Reggae-Musiker das Höchste der Gefühle, wenn er mit dem Ziehvater von Bob Marley auf der Bühne stehen kann. Ansonsten haben wir viele Bands die wir grossartig finden. Aber wir sind so viele Leute, dass wir jetzt nicht sagen könnten, die und die wäre unsere Lieblingsband.
erstellt am:
15.07.2005, 16:38 Uhr
erstellt durch:
Jasmin Nagy 
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