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Interview: Mr. Da-Nos über schnelle Autos und fette Grooves



Roland Bunkus aus der Eulachstadt, besserbekannt als "Mr. Da-nos", kaufte sich bereits mit 13 Jahren Mischpult und Turntables, durchstöberte Plattenläden und verbrachte beinahe seine gesamte Freizeit mit Auflegen. Sein Werdegang als DJ ist mittlerweilen typisch in der Szene. Wie manch anderer DJ auch, legte er zuerst einen anderen Musikstil auf. Mr. Da-Nos übte sich zuerst im Hip Hop, bald spezialisierte er sich jedoch auf groovigen House mit stimmungsvollen Vocals, gespickt mit den fetten groove's der Hip Hop Musik. In ständiger Bewegung steht Mr. Da-Nos hinter dem Mischpult und zieht mit gekonnten Scratches das Publikum jeweils in seinen Bann. upANDdown führte mit Roland Bunkus ein längeres Gespräch über sein Privatleben, über seine Hobbies etc...


Mr. Da-Nos über schnelle Autos und fette Grooves - Bild 1

Mr. Da-Nos über schnelle Autos und fette Grooves - Bild 2

  Erzähl uns etwas über deine Person, viele deiner weiblichen Fans wollen ja auch wissen, ob du noch zu haben bist! Wie bist du zum DJing gekommen, und wie alt warst du damals?
„Zum DJing bin ich damals durch die Hip Hop Kultur gekommen ca. im Jahre 1993 aber auch durch die bekannte aufkommende Techno-Welle wie mit der Streetparade etc 1994. Mit 9Jahren fing ich an Schlagzeug zu spielen und weitere Instrumente wie Orgel und Keyboard... Speziell auf das Scratchen konzentrierte ich mich als kleiner Junge, denn dies faszinierte mich am meisten an der Performance der Plattenspieler und des DJ-Business. Mittlerweile habe ich zusammen mit meinen Partnern die Groovemusic-GmbH und arbeite auch noch zu 100% in der IT-Branche wo für eine feste Beziehung leider fast keine Zeit mehr übrig bleibt. Aber auch das wird sich irgendwann ergeben denke ich.“

Wer waren deine damaligen Vorbilder?
„Vorbilder hatte ich noch nie und werde ich auch nie haben, da ich meinen Sound-Stil so individuell gestalte und mixe wie keiner, tönt vielleicht jetzt schräg ist aber so. Wo ich eher Vorbilder sehe ist in Sachen Vermarktung und Business wie Produzieren etc.. da laufen meine Vorstellungen aber eher in die R’n’B-und Hip Hop Szene wo P. Diddy ein Idol für mich ist.“

Wie bist du zu deinem DJ-Namen gekommen und was drückt er für dich aus?
„Der Hintergrund meines DJ-Namen war eigentlich top secret aber mehr oder weniger wissen es schon viele das ich früher und auch in der Gegenwart meiner letzten Freizeit des Auto-Tuning schenkte und mein Name eher eines Motoren-Tuning gleicht.“ (lacht)

Welchen Musikstil bevorzugst du persönlich?
„Ich bevorzuge ehrlich gesagt eigentlich keinen Musikstil speziell. Ich höre wenn möglich den ganzen Tag Radio-Programme etc. und interessiere mich für die Allgemeinheit. Mir gefällt auch die Vielfalt der verschiedenen Musikstile, egal was und welche Interpreten.“

Dein schönster bzw. außergewöhnlichster Gig?
„Gab es bisher unzählige, viele waren unvergesslich aber die meisten fanden fasst immer im Ausland statt an unseren bekannten Groovemusic-Trips. Aber auch die genialen Streetparade-Gigs waren unvergesslich und einfach sensationell.“

Was sagst Du zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der elektronischen Musik?
„Gross äussern möchte ich mich nicht, finde es sehr spannend mit auf dieser leider schnell lebenden Welle mitzureiten. Es ist ein Wettkampf da mitzuhalten aber trotzdem erfreuend wenn man zurückblicken kann was man erfolgreich erarbeitet hat.“

Wie sieht Deine weitere Zukunft aus?
„Weiter machen wie ich angefangen habe und versuchen auf dieser „Welle“ nicht herunter zu fallen.“

Wie gehst Du bei Deiner Musikwahl für Dein DJ-Set vor? Wie muss man sich das vorstellen? Hörst Du den ganzen Tag Musik?
„Ich wähle mein Set vor jedem Auftritt zu Hause in meinem Studio aus, in welcher Location ich aufteten werde. Und werde dementsprechend auch den Musik-Stil zusammenstellen. Weggesehen von den 2-3Hits die einfach ein Muss sind für jedes Set. Wenn ich zum Beispiel in Deutschland spiele wie am vergangenem Wochenende in Berlin, so packe ich mein Plattencase mehr Progressiveren Sound und auch mehr Elektro somit passe ich meinen Stil einbischen der Region und der aktuellen Szene vor Ort an. Schlussendlich mache ich Musik für die Leute und nicht für mich, die Zeiten als dieses Motto noch bei mir herrschte ist schon vor längerer Zeit vorbei. Ich höre aber fast jeden Stil von Musik, dabei ist es völlig egal ob es Dance, Pop, Rock oder R’n’B Hip Hop ist. Die Abwechslung bringt die genialen Ideen schlussendlich in meinem Studio.“

Spürst Du ein Konkurrenz-Denken unter den DJs? In welcher Form?
„Das Konkurrenz-Denken unter den DJs spüre ich schon aber das ist ja in jedem Business so und ohne Konkurrenz belebt ja sonst niemand das Geschäft. Ich freue mich aber persönlich immer sehr, wenn auch andere DJs und Künstler geniale Produktionen und Ideen auf den Markt bringen. Ich unterstütze solche Dinge und Trends und werde solches niemals passen. Den schlussendlich sitzen wir ja unter eine Decke, aber vielen Künstlern ist dies leider nicht Bewusst. Auch auf meinen Tonträgern und Produktionen sind immer wieder Werke von anderen Produzenten und Künstlern vertreten.“

Die neuste CD, die Du abgemischt hast trägt den Namen "Kingshouse". Wie ist Sie dir gelungen?
„Die aktuelle Kingshouse-CD Volume 5 ist mir mit viel Glück und Können sehr gut gelungen was mich auch sehr überrascht hat, muss ich ehrlich zugeben. Volume 5 verkauft sich diesmal wie noch keine vorher und auch die Plattenfirma wie auch die ganze Organisation ist sehr zufrieden mit meinem Werk was mich auch ganz schön viel Nerven und Aufwand gekostet hatte. Die vielen unerwarteten positiven Komplimente und den erfolgreichen Verkauf der CDs motivieren mich auf diese Weise das ich die perfekte Richtung eingeschlagen habe und somit aufs richtige Pferd gesetzt habe...“

Ab wann ist eine CD "gut"?
„Das ist schwer zusagen ab wann eine CD gut ist. Viel eher ist es eine Meinungsfrage oder besser gesagt kann man sich auch fragen ob die heutige Hitparade gut sei. Eigentlich kann man das nicht erklären, für den Produzent ertönt ein eigener Song immer gut, für andere vielleicht weniger oder gar nicht. Wiederum meint der Produzent die andere haben keine Ahnung etc.. schlussendlich ist es ein reines Meinungsspiel. Anhand den vielen verkauften Kingshouse-CDs weiss ich wenigstens für mich selbst, dass ich wiedermal eine grosse Menge von verschiedenen Leuten angesprochen habe und dieses Publikum an Interesse wecke.“

Was macht Mr. Da-Nos, wenn er mal nicht Auflegt bzw. Arbeitet?
„Was ich dann mache spricht eigentlich für sich selbst, ich suche den Ausgleich im Sport mit Fitness und Krafttraining da ich sonst schon längstens im Stress untergegangen wäre, was meinen Körper und Geist angeht!!!“

Wird das Deejay'ing Dein Hobby bleiben oder willst Du es einmal zum Beruf machen?
„Wenn ich ehrlich bin ist es eigentlich schon ein 2. Beruf für mich geworden. Ich bin Geschäftsteil-Inhaber der Firma Groovemusic-GmbH und habe so schon eine grosse Verantwortung was ich als „Hobby“ bezeichnen kann. Mit dem Erfolg und den vielen Anfragen sank ich tief in das Musik- und Showbusiness was heutzutage zu meinem zweiten Einkommen zählt. Ganz aufhören zu Arbeiten unter Woche als Informatiker will ich aber nicht, da ich Angst habe den Faden zur normalen Zivilisation zu verlieren.“


erstellt am: 30.03.2005
erstellt durch: Lukas Favero zur Memberpage von Lukas Favero

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